Osteoporose: Allgemeine Infos

Osteoporose

Was ist das?

Osteoporose allgemein

Unsere Knochen enthalten Mineralien, die für ihre Dichte und Härte sorgen. Um die Knochendichte aufrecht zu erhalten, braucht der Körper genügend Mineralien (z.B. Kalzium), ebenso wie Hormone, die er selbst produziert (z.B. Kalzitonin, Östrogen, Testosteron). Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D ist nötig, um Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen und in die Knochen einzulagern.1 
Ungefähr im 30. Lebensjahr sind die Knochen am stärksten – denn bis zu diesem Zeitpunkt wird mehr Knochensubstanz gebildet als abgebaut. Danach nimmt die Knochendichte langsam ab, da mehr Knochensubstanz ab- als aufgebaut wird. 
Osteoporose ist eine chronische Erkrankung, bei der das Verhältnis von Knochenaufbau und -abbau gestört ist. Das führt zu einer Verringerung der Knochenmasse und somit zur Instabilität des gesamten Knochengewebes. Sprich: Die Knochen werden poröser und anfälliger für Frakturen. Osteoporose betrifft nicht einzelne Knochen, sondern das komplette Skelettsystem.2
Ein Vergleich: Stellen Sie sich bitte eine Brücke vor, die auf Stützpfeilern ruht. Die Pfeiler sind aus Stahlbeton und lassen zunächst keinen Zweifel an ihrer Stabilität aufkommen. Mit den Jahren beginnt der Beton jedoch zu bröckeln, und der Stahl rostet. Irgendwann sind die Pfeiler dann so weit geschädigt, dass sie das Gewicht der Brücke nicht mehr sicher tragen.
Das Beispiel mit der Brücke, an der irgendwann auch der Zahn der Zeit nagt, lässt sich gut auf das menschliche Skelett übertragen. Dessen Knochen verlieren mit voranschreitendem Alter ebenfalls an mineralischer Substanz und die Qualität der „Verstrebungen“ im Inneren der Knochen leidet. Mit der Zeit werden sie dadurch immer fragiler und das Risiko, an Osteoporose zu erkranken und aufgrund dessen Knochenbrüche zu erleiden, steigt.

Primäre und sekundäre Osteoporose

Primäre Osteoporose

Bei Frauen entsteht sie hauptsächlich durch Östrogenmangel (v.a. im Zuge der Wechseljahre ). Mögliche primäre Osteoporose-Ursachen die beide Geschlechter betreffen liegen im natürlichen Alterungsprozess der Knochen, Mangel an Kalzium und Vitamin D sowie Bewegungsmangel. Auch genetische Veranlagung kann die Entstehung einer primären Osteoporose begünstigen.2

Sekundäre Osteoporose3

Diese Form betrifft Frauen und Männer gleichermaßen und entsteht meist als Folge von Erkrankungen oder medikamentösen Therapien, die den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen.
Erkrankungen, die eine sekundäre Osteoporose verursachen können, sind:
  • chronische Nierenerkrankungen und Hormonstörungen (vor allem Cushing-Syndrom, Nebenschilddrüsenüberfunktion [Hyperparathyreoidismus], Schilddrüsenüberfunktion [Hyperthyreose], Unterfunktion der Keimdrüsen [Hypogonadismus], ein zu hoher Prolaktinspiegel und Diabetes mellitus).
  • Krebsarten wie das multiple Myelom und auch andere chronische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis
Der vermehrte Knochenabbau kann aber auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie zum Beispiel Glukokortikoide, bedingt sein.
Weniger als 50% der weiblichen und 50-80% der männlichen Patient:innen sind an sekundärer Osteoporose erkrankt.

Osteoporose vorbeugen

Osteoporose vorbeugen

Vorbeugung von Osteoporose ist wichtig, denn es ist leichter eine Verringerung der Knochendichte zu verhindern oder zu verlangsamen, als verloren gegangene
Knochenmasse wiederaufzubauen. Die gute Nachricht: es gibt viele Prophylaxe-Maßnahmen, die Sie selbst ganz einfach umsetzen können!
Osteoporose erkennen

Osteoporose erkennen

Es gibt Personengruppen (Frauen wie Männer), die zu den sogenannten Risikogruppen gehören. Für alle Betroffenen gilt: Osteoporose ist eine Erkrankung, die anfangs meist keine auffälligen Symptome verursacht. Umso wichtiger ist es auf erste Anzeichen zu reagieren und möglichst frühzeitig eine Diagnose zu erhalten.
Osteoporose behandeln

Osteoporose behandeln

Osteoporose ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Die Osteoporose-Therapie setzt sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen. Diese ergänzen sich gegenseitig und können auch die Einnahme von Medikamenten umfassen. Während der langfristigen Behandlung ist Ihr aktives Mitwirken von großer Bedeutung.